Systemische Familientherapie

Wilhelmine Wulff / pixelio.de

 

„Eine Familie ist in Ordnung, wenn man den Papagei unbesorgt verkaufen kann.“



William Penn Adair "Will" Rogers (1879-1935), amerik. Humorist

 

Verhaltensauffälligkeiten, Aggressionen, Ängste - immer mehr Eltern klagen über Schwierigkeiten und Probleme in der Entwicklung und der Erziehung ihrer Kinder. Woran liegt das nur?

 

Die Familie ist ein System, das bemüht ist, ein Gleichgewicht herzustellen. Wird ein Familienmitglied auffällig, deutet dies auf Störfaktoren in der zwischenmenschlichen Beziehung hin. Meist sind es die Kinder, die Verhaltensstörungen zeigen und als sog.„Symptomträger“ das System beschäftigen.

Es fällt natürlich oft leichter zu sagen, "mein Kind braucht Therapie" als "wir brauchen Therapie".
Wenn Eltern gravierende Probleme bei ihren Sprösslingen haben, sollten sie auch den Mut haben, einen Schritt zurück zu treten und die Familie als Ganzes zu betrachten. Die Sytemische Familientherapie ist so ein Schritt. Hierbei
 wird nicht nur der „Symptomträger“, sondern das ganze System und die Beziehungen untereinander betrachtet. Je nach Situation kann also die ganze Familie zur Therapie kommen. Sie findet aber auch Anwendung bei Einzelpersonen oder Partnern.

 

Durch eine bestimmte Fragetechnik und andere Techniken, wie z.B. Familienaufstellung oder Seile-Arbeit, wird der Blickwinkel jedes Familienmitglieds mit einbezogen und Beziehungen untereinander beleuchtet. Schädigende Beziehungsmuster werden somit bewusst gemacht. Gewohnte Kommunikationsformen und Verhaltensweisen werden in Frage gestellt. Ein Umlernen wird angeregt, Austausch und Kommunikation verbessern sich und der Zusammenhalt wird gefestigt.

 

Wenn sich alle wohlfühlen und jeder im System Gewinner ist, dann ist das „Symptom“ nicht mehr notwendig und das System in gesunder Balance.